HOLASICE

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Besiedelt wurde Holasice bereits in der älteren Bronzezeit, also im Zeitraum von 1800 bis 1400 vor Christus, was die archäologische Funde aus der so genannten Unetitzer-Kultur im westlichen Teil der Ortsgemarkung belegen. Aus der Zeit des Beginns einer slawischen Besiedlung wurden im Ort Feuergrabstätte entdeckt mit Gefäßen, die zu der so genannten Prager Keramik zugeordnet werden, aus späteren Zeiten dann altslawische Tonarbeiten aus der Zeit der Burgstätte.

Die erste schriftliche Angabe über Holasice findet man in der Urkunde des Propstes Mikulá¹ von Rajhrad aus dem Jahre 1349, in der es als Zins- und Zehentdorf erwähnt wird, und seit dieser Zeit ist das Schicksal dieses Dorfes mit dem Benediktinerkloster in Rajhrad eng verbunden. In dem Dorf stand ein freier Hof, der in den ältesten Zeiten angeblich Verteidigungscharakter hatte und den Zugang zum Kloster vom Süden aus schützte. Bekannt sind die so genannten „holasické lochy“ (Holasicer Löcher), die sich weit ausstreckende unterirdische Verstecke, die bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts während der sich wiederholenden Tatarenangriffe entstanden sind. Die Löcher wurden von den Bewohnern auch während des Dreißigjährigen Krieges und der Napoleonischen Feldzüge in Mähren genutzt. In den erhaltenen Teilen dienten sie auch bei den Frontkämpfen während des 2. Weltkrieges im Jahre 1945. Die Rote Armee ist gerade in Holasice auf einen starken deutschen Widerstand gestoßen, der einige Tage standhielt. Durch die Kämpfe vollständig zerstörter Ort wurde kurz nach dem Krieg Klein-Stalingrad genannt.



In den letzten Jahren erlebt der Ort Holasice eine starke Entwicklung. In seiner Gemarkung werden zahlreiche Familienhäuser gebaut und einige bedeutende Gesellschaften gehen hier ihrer unternehmerischen Tätigkeit nach. Zahlreiche und vielfältige Aktivitäten der lokalen Vereine erfüllen das kulturelle und gemeinschaftliche Leben von neunhundert Einwohnern, so z.B. das Erntedankfest, die Feierlichkeiten anlässlich der Befreiung unter traditioneller Teilnahme von militärischen historischen Vereinen, Theatervorstellungen, Pyjama- und Maskenbälle, Feuerwehrtage, Kindertage, Nikolausfeiern usw.. Auf dem zur Ortschaft gehörenden Gebiet befinden sich außerdem ein bekannter Flugplatz des Klubs der Flugzeugmodellbauer und ein Schrotflintenschließplatz von Ing. Roman Kostelecký.
Ka¹par Jan Kupec von Bílenberk
Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Ortes Holasice gehört Ka¹par Jan Kupec z Bílenberku (1655–1720). Ka¹par Jan, der auf fernen Reisen die Grafen von Kolowrat begleitete, wurde im Jahre 1683 böhmischer Sekretär eines Appelationsgerichtes in Prag. Im Jahre 1698 wurde er in den Adelstand erhoben und im Jahre 1708 übersetzte er und gab das peinliche Recht und das Halsrecht für das Königreich Böhmen, die Markgrafschaft Mähren und das Fürstentum Schlesien heraus.





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