RAJHRAD

Lernen Sie die Stadt Rajhrad kennen



Obwohl Rajhrad mit seinen drei Tausend Einwohnern zu den kleineren Städten des Landes zählt, übertrifft der Ort durch seine Geschichte so manche große Städte. Die archäologischen Funde weisen eine ständige Besiedlung von Rajhrad vor fünf Tausend Jahren nach, was jedoch in jedoch in dieser Gegend keine Besonderheit ist. Eine bedeutende geschichtliche Rolle erfuhr diese Region allerdings erst später, und zwar mit der Ankunft der Slawen in Mähren ab dem 5. Jahrhundert nach Christus. Im 8. oder 9. Jahrhundert wurde in Rajhrad eines von den zwölf bedeutendsten landesherrschaftlichen großmährischen Burgstätten gebaut. Die großmährische Burgstätte Rajhrad ging mit dem Fall des Großmährischen Reiches zu Beginn des 10. Jahrhunderts zugrunde. Durch innere Unruhen geschwächt, konnte sie dem Ansturm der wiederholten ungarischen Angriffe nicht standhalten. Die Bedeutung dieses Ortes wurde jedoch nicht gemindert, im Gegenteil. Nach der Vertreibung der Polen und Ungarn aus Mähren schenkte der Fürst Bøetislav I. im Jahre 1045 dem Benediktinerkloster die Cella der heiligen Apostel Peter und Paul in der verlassenen Burg namens Rajhrad. Drei Jahre später wurde hier das Benediktinerkloster von Rajhrad gegründet, der für Jahrhunderte zum geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum wurde.


Zwecks der Lebensversorgung bekam das Kloster auch das unweit gelegene Dorf Rajhrad geschenkt. Zur Dorfentwicklung von Rajhrad trug beträchtlich das Privileg von Premysl aus dem Jahre 1234 bei, der ihm Marktrechte verlieh. Ab dem Jahre 1339 wurde Rajhrad in den Urkunden als Stadt erwähnt. 1554 bestätigten der Abt aus Bøevnov Jan Chotovský und der Konvent von Rajhrad dem Ort den Status einer Stadt, und erlaubten ihm ein altes Siegel zu verwenden. Außerdem übertrugen sie auf das Städtchen die Strafgerichtsbarkeit, die dem Kloster vom König Johann von Luxemburg im Jahre 1327 erteilt wurde.

Eine ungewöhnliche Blüte erfuhr Rajhrad nach der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik. Damals entstanden zwei neue Stadtviertel namens Matla¹ka und Ostruvek und in den Jahren 1924 bis 1929 wurde das Nonnenkloster der Trösterinnen des göttlichen Herzens Jesu erbaut. Nach dem kommunistischen Umsturz wurden beide Klöster von der Volksarmee beschlagnahmt. Die ursprünglichen Eigentümer, die Ordensbrüder der Benediktiner und die Nonnen der Trösterinnen des göttlichen Herzens Jesu kehrten in beide Klöster nach einem weiteren geschichtlichen Umbruch zurück, nämlich der Wende im Jahre 1989. Am 27. Oktober 2000 wurde Rajhrad zu einer Stadt erhoben.

Gegenwärtig stellt die Stadt Rajhrad ein kleineres Verwaltungs- und Kulturzentrum mit einigen bedeutenden überregionalen Institutionen dar, wie z.B. der Benediktiner Abtei in Rajhrad, dem Museum des Schrifttums Mährens, dem Staatlichen Bezirksarchiv in Brno–Land, der Ordensvereinigung der Nonnen der Trösterinnen des göttlichen Herzens Jesu und dem Hospiz des Hl. Josef. Die Stadt Rajhrad erlebt ein starkes Wachstum und wird allmählich zu einem beliebten Erholungsgebiet südlich von Brno. Als Ihren ersten Halt bei der Erkundung der Region von Rajhradsko empfehlen wir Ihnen die Benediktiner Abtei.




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